Das MOVE-Framework basiert auf umfassender wissenschaftlicher Forschung, die qualitative und quantitative Methoden miteinander kombiniert.

Theoretische Grundlagen

Das MOVE-Framework stützt sich auf eine Kombination aus Führungstheorie, Organisationsverhalten, Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Change Management.

Es integriert Erkenntnisse darüber, wie Führungskräfte in Projektumgebungen Vertrauen, Motivation und konstruktive Konfliktlösung fördern können, und betont dabei die menschlichen Faktoren, die den Projekterfolg maßgeblich beeinflussen.

Der Ansatz verbindet Elemente emotionaler Intelligenz, psychologischer Sicherheit, bedürfnisorientierter Kommunikation und systemischen Denkens mit praxisnahen Methoden des Projektmanagements und der Governance.

Das Ergebnis ist ein menschenzentrierter, bedürfnisorientierter Führungsansatz, der Motivation, Mediation und Momentum in strukturierter und handlungsleitender Weise zusammenführt – und sicherstellt, dass Führungsentscheidungen sowohl die technischen als auch die zwischenmenschlichen Dimensionen der Projektarbeit berücksichtigen.

Ergebnisse der qualitativen Forschung

  • 53 vertiefende Experteninterviews mit Projektmanagerinnen und Projektmanagern, Sponsoren sowie Teammitgliedern aus unterschiedlichen Branchen und Ländern.

  • Dabei wurden wiederkehrende Muster in Bezug auf Bedürfnisbewusstsein, Vertrauensaufbau, Konfliktlösung und Motivationsfaktoren identifiziert.

  • Die gewonnenen Erkenntnisse wurden thematisch codiert und führten zur Entwicklung des MOVE-Prozessmodells, des MOVE-Kompetenzmodells und des MOVE-Vertrauensmodells.

  • Eine starke Konvergenz zwischen wissenschaftlicher Theorie und praktischer Erfahrung bestätigte die Kernelemente des Modells.

Ergebnisse der quantitativen Forschung.

  • 850 Umfrageteilnehmende aus unterschiedlichen Rollen, Branchen und geografischen Regionen.

  • Es wurden vier Hypothesen geprüft, die den Zusammenhang zwischen bedürfnisfokussierter Führung und Motivation, Teamstabilität, Projekterfolg sowie Führungseigenschaften untersuchten.

  • Die Ergebnisse zeigten positive Korrelationen mit kleinen bis mittleren Effektstärken – was die praktische Relevanz unterstreicht und zugleich die Komplexität von Führungseinflüssen verdeutlicht.

  • Es traten rollenspezifische Unterschiede zutage: Projektmanager, Sponsoren und Teammitglieder bewerteten Kompetenzen unterschiedlich, was die Notwendigkeit einer rollenübergreifenden Abstimmung hervorhebt.

Methodische und konzeptionelle Einschränkungen

Die Forschung berücksichtigt verschiedene Einschränkungen, darunter:

  • Überrepräsentation sehr erfahrener Projektmanagerinnen und Projektmanager (potenzieller Rollenbias)

  • Verzerrungen in der Geschlechter- und Altersverteilung

  • Sprachliche und kulturelle Interpretationsunterschiede in der Umfrage

  • Komplexität einzelner Survey-Fragen sowie mögliche Effekte durch erzwungene Rangreihungen

  • Fehlende psychometrische Validierung der eingesetzten Messinstrumente

  • Kleine bis mittlere Effektstärken, die die Generalisierbarkeit der Ergebnisse begrenzen

  • Diese Faktoren bieten einen wichtigen Kontext für die Interpretation der Ergebnisse und zeigen auf, in welchen Bereichen weiterer Forschungsbedarf besteht.