Integration von MOVE in die Organisation

Das MOVE-Framework ist nicht auf einzelne Projekte beschränkt – es kann in das organisatorische Projektmanagement (OPM), in Governance-Strukturen, HR-Prozesse, die Führungskultur sowie in Nachhaltigkeits-strategien integriert werden.

Integration in PMO und Projekt-Governance

Organisatorisches Projektmanagement (OPM) definiert, wie Projekte initiiert, umgesetzt, überwacht und abgeschlossen werden. Der Führungsstil – und die Kultur, die er widerspiegelt – beeinflusst unmittelbar die Wirksamkeit des OPM.

Möglichkeiten, MOVE in Governance-Strukturen zu verankern:

  • Projektmanagementprozesse → Emotionales Frontloading sowie emotionale Check-ins in Lebenszyklusphasen, Reviews und Stage-Gate-Bewertungen integrieren.

  • Kompetenz-Frameworks → Das MOVE Competency Model in Führungserwartungen und Besetzungskriterien aufnehmen.

  • Wissensdatenbanken → Best Practices für bedürfnisfokussierte Führung dokumentieren, um eine konsistente Anwendung sicherzustellen.

  • Leitfäden und Werkzeuge → MOVE-Kompetenzen in konkrete, alltagstaugliche Führungsempfehlungen übersetzen.

PMOs spielen eine zentrale Rolle bei der praktischen Umsetzung: Sie setzen Governance-Standards, pflegen Talentpools und begleiten Projektmanagerinnen und Projektmanager als Mentoren. Damit MOVE nachhaltig verankert werden kann, müssen PMO-Verantwortliche bedürfnisfokussierte Führung vollständig verstehen, aktiv unterstützen und andere in ihrer authentischen Anwendung anleiten.

Die Rolle von HR

HR spielt eine zentrale Rolle bei der organisationsweiten Verankerung bedürfnisfokussierter Führung.

  • Führungskräfte auswählen, deren Eigenschaften und Fähigkeiten mit den MOVE-Prinzipien übereinstimmen.

  • Gezielte Trainings, Coaching und Supervision zur Entwicklung bedürfnisfokussierter Kompetenzen anbieten.

  • Führungsverhalten in die Bewertungskriterien integrieren und mithilfe von Stakeholder-Feedback die Wirkung systematisch erfassen.

  • Die konsequente Anwendung bedürfnisfokussierter Führung durch Anreiz- und Anerkennungssysteme fördern.

  • Nachwuchsführungskräfte entwickeln, die die MOVE-Werte verkörpern, und Personen ohne zentrale Eigenschaften gegebenenfalls neu positionieren.

  • Rollen, Kompetenzen und kulturprägende Initiativen an den MOVE-Prinzipien ausrichten.

  • Bedürfnisfokussierte Führung in der Employee Value Proposition (EVP) sichtbar machen, um neue Talente gezielt anzusprechen.

  • MOVE in organisationale Veränderungsprozesse integrieren, um Stakeholder-Bedürfnisse frühzeitig und proaktiv zu adressieren.

Organisationskultur und Führungskräfteentwicklung

Projekte prägen die Unternehmenskultur – zugleich spiegeln sie sie wider.

Die Einführung bedürfnisfokussierter Führung kann anfänglich auf Widerstand stoßen, insbesondere bei Führungskräften, die an traditionelle, stark auf Aufgaben und Ergebnisse ausgerichtete Managementstile gewöhnt sind. Der Erfolg hängt dabei wesentlich ab von:

  • Unterstützung durch die oberste Führungsebene → Führungskräfte im Top-Management müssen die Vorteile von MOVE verstehen und aktiv vertreten.

  • Psychologischer Sicherheit und Vertrauen → Sie sind Voraussetzungen für offene und authentische Zusammenarbeit und müssen auf kultureller Ebene bewusst gestärkt werden.

  • Konfliktmanagement → Erwartungen zwischen unterschiedlichen Führungsstilen abstimmen und potenzielle Spannungen frühzeitig moderieren.

Ist MOVE nachhaltig verankert, kann es die Unternehmenskultur positiv beeinflussen – indem es sowohl die Zusammenarbeit als auch die organisatorische Gesundheit stärkt.

Verknüpfung von MOVE mit Change Management und Transformation

Organisatorische Veränderungen lösen häufig Widerstände aus, wenn Bedürfnisse von Stakeholdern bedroht oder ignoriert werden.

MOVE unterstützt das Organizational Change Management (OCM) unmittelbar, indem es:

  • Einen strukturierten Prozess zur Identifikation und gezielten Betrachtung von Bedürfnissen bereitstellt

  • Führungskräfte mit Kompetenzen ausstattet, um Stakeholder wirksam einzubinden

  • Vertrauen und Offenheit in Übergangsphasen stärkt

Diese Ausrichtung macht MOVE zu einem wertvollen Instrument in Transformationsinitiativen – von Systemeinführungen bis hin zu kulturellen Veränderungsprogrammen.

Verknüpfung von MOVE mit ESG- und Nachhaltigkeitszielen

Die „Social“-Dimension von ESG (Environmental, Social, Governance) legt den Fokus auf Diversität, Wohlbefinden, Inklusion und soziale Verantwortung.

MOVE unterstützt diese Ziele, indem es:

  • Empathie, Vertrauen und psychologische Sicherheit fördert

  • Inklusive und unterstützende Arbeitsumfelder schafft

  • Mitarbeiterengagement und -zufriedenheit stärkt

  • Zur langfristigen sozialen Nachhaltigkeit sowie zur Umsetzung der Prinzipien des UN Global Compact beiträgt

Die Integration von MOVE in die Organisation ist nicht nur eine Führungsinitiative – sie ist eine strategische Entscheidung, die Projekterfolg, kulturelle Resilienz und soziale Verantwortung nachhaltig stärkt.